| Die Bauernsäge des Gallushofes Die reichlich vorhandene Wasserkraft entlang des Harmersbachs und seiner Nebenbäche ermöglichte in früheren Zeiten die Verarbeitung heimischer Produkte an Ort und Stelle. Sägewerke und Mühlen produzierten als Familienbetriebe ursprünglich für den Eigenbedarf und lieferten im 19. Jahrhundert auch in Lohnarbeit Mehl oder Schnittholz. |
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Mehrere Dutzend Räder trieben Gatter und Mahlsteine, Hämmer der Schmieden und Dreschräder, zeitweise auch die Schleifen zur Verarbeitung der Granatsteine. Der Ausbau des Stromnetzes brachte den Niedergang der Wasserkraft. In einer Gemeinschaftsaktion haben die Familie Hubert Lehmann, die Gemeinde und der Historische Verein das Wasserrad der "Gallus-Säge" im Zuwälder Tal wieder aufgebaut. Das von Zimmermeister Klaus Lehmann erbaute Rad hat einen Durchmesser von 4,50 Meter und eine Breite von 1,20 Meter. Jede der 40 Schaufeln fasst in waagerechtem Zustand 65 Liter. Bei ausreichender Wassermenge nimmt das Rad zwischen 300 und 400 Liter Wasser in der Sekunde auf und bringt eine Dauerleistung von 14 kW. |
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Das kleine verschiebbare Vorgelege überträgt die Kraft auf das große Kammrad im Innern der Säge. Mit einem Hebel lässt sich die Transmission von der Leerrolle auf die Vollrolle an der Antriebswelle des Gatters verschieben. Das Schwungrad setzt das Gatter in Bewegung. |
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Einmalig in der "Gallus-Säge" ist die Fördereinrichtung für das Stammholz. Das Klinkenrad, das bei Bedarf mit der Auf- und Niederbewegung des Gatters gekoppelt werden kann, dreht über Schubklauen die Kettentrommel, ein Sperrhebel verhindert das Zurückdrehen des Transportrades. |
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Die "Gallus-Säge" verfügt über ein Holzgatter, mit dem Stämme bis zu einem Durchmesser von ca. 50 cm gesägt werden können; bei einer Herausnahme des Registers ist eine Verarbeitung stärkerer Stämme möglich. |
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